Tiktok

Kurzbeschreibung

TikTok ist ein chinesisches Videoportal für die Lippensynchronisation von Musikvideos und anderen kurzen Videoclips, das zusätzlich Funktionen eines sozialen Netzwerks anbietet. TikTok ist als mobile App für Android und iOS verfügbar. Am 2. August 2018 wurde die App zum Nachfolger von Musical.ly.

Im Jahr 2018 gehörte TikTok zu den sich am schnellsten verbreitenden mobilen Apps der Welt und war die führende Kurzvideo-Plattform in Asien mit der weltweit grössten Playbackvideo-Community.

Mit der TikTok-App können Benutzer Musikclips ansehen, sowie kurze Clips aufnehmen und bearbeiten, unter anderem durch das Hinzufügen von Spezialeffekten und Filtern.

Zum Erstellen eines eigenen Videos wird zunächst eine Hintergrundmusik oder Tonaufnahme ausgewählt, danach erfolgt die Aufnahme mit der Handy-Kamera. Innerhalb des vorgegebenen Zeitraumes von maximal 15 Sekunden kann ein zur gewählten Audiospur passender Videoclip erstellt werden, meist durch Karaoke- oder Playback-singen und Schauspielern.

Die TikTok-Musikliste enthält eine grosse Auswahl an Musikstilen und Audioclips aus verschiedenen Medien. Insgesamt gibt es 19 Kategorien. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche thematische Hashtags und Internetchallenges, unter denen Videos gesammelt werden. Die beliebtesten Videos in der jeweiligen Sprachregion und international werden auf der Hauptseite angezeigt und lassen sich durchwischen.

Aus: de.wikipedia.org/wiki/TikTok

Gefahren / Jugendschutz

Unsichere Voreinstellung der Konten
Die Voreinstellung der Konten ist "öffentlich", so dass alle Nutzerinnen und Nutzer der App die Profile und hochgeladenen Videos sehen und kommentieren können. Erst wenn Jugendliche ihr Konto aktiv auf "privat" stellen, ist ihre Privatsphäre gewährleistet.

Keine wirksame Kontrolle des Mindestalters
Offiziell darf TikTok ab 13 Jahren genutzt werden. Laut AGB bedarf es bei unter 18-Jährigen der Einverständniserklärung der Eltern. Das vorgegebene Mindestalter sowie die Zustimmung der Eltern wird in der Praxis jedoch nicht wirksam überprüft. So können auch jüngere Kinder unter Angabe eines falschen Alters die App problemlos herunterladen und verwenden.

Cybergrooming
Die öffentliche Voreinstellung der TikTok-Konten und die Möglichkeit der Online-Kommunikation via Direktnachrichten und Kommentare begünstigen gefährliche Kontaktanbahnungen durch fremde Zuschauer. Besonders unerfahrene Kinder und Jugendliche laufen Gefahr durch freizügige und unbedachte Videos mit privaten Details zu viel von sich preiszugeben und potentiell Opfer von Cyber-Grooming zu werden

Kostenfalle In-App-Kauf
Während Download und Nutzung der App TikTok kostenlos sind, können Nutzerinnen und Nutzer ihre "Idole" in Livestreams über Geldgeschenke unterstützen und so auf sich aufmerksam machen. Die "Coins" für die Geldgeschenke werden dabei mit realen Geldbeträgen über die App Stores, PaySafeCards oder die Mobilfunkrechnung abgewickelt. Die teuersten Pakete umfassen derzeit 10.000 Coins und kosten über 100 Fr. Um Kostenfallen zu vermeiden, sollten Eltern In-App-Käufe durch entsprechende Einstellungen am Smartphone deaktivieren.

Cyber-Mobbing
So erfreulich die Bestätigung bei TikTok sein kann, so verletzend können wiederum negative Kommentare oder Verunglimpfungen sein. Besonders drastisch: Videos werden zu Mobbingzwecken auch ausserhalb des Dienstes verbreitet und die Protagonisten blossgestellt.

Jugendgefährdende Inhalte
Über TikTok werden laut Recherchen von jugendschutz.net rechtsextreme und islamistische Inhalte verbreitet sowie Videos, die Selbstgefährdungen verherrlichen.

Urheberrechte
Nutzerinnen und Nutzer wissen oft nicht, dass ihre erstellten Videos – trotz kreativer Eigenleistung – nicht ausschliesslich ihr Werk sind. Songs, welche auf TikTok verfügbar sind, sind nur für die Plattform TikTok lizenziert und können für die Erstellung von Videos auf der Plattform genutzt werden. Wenn urheberrechtlich geschützte Musik in Videos verwendet wird und diese Videos in anderen Diensten (z.B. Instagram, YouTube) weiter verbreitet werden, können daher Abmahnungen drohen. Sobald andere Personen im Video zu sehen sind, muss zudem das Recht am eigenen Bild beachtet werden.

Aus: klicksafe.de

TikTok Trends 2018 (LuukTastisch)